Morgenimpuls 28.11.2020

„Siehe, Altes ist im Vergehen, Neues noch im Werden.“ (2. Kor. 5,17) In Christus sind wir schon neu geworden, so die Zusage. Doch wir leben mitten in der Vergänglichkeit. Im November richtet sich unser Blick auf das, was für uns vergangen und endgültig vorbei ist. Sind wir schon versöhnt mit dem, wovon wir Abschied nehmen mussten? Haben wir die Menschen, von denen wir uns verabschieden müssen, wirklich gut verabschiedet, auf dass wir unseren Frieden finden können? In unternehmerischer Verantwortung verabschieden wir uns ja auch von Menschen, die für uns und mit uns gearbeitet haben. Wie steht es um unsere Abschiedskultur? Eduard Sprangers Gedanken aus dem Jahr 1945 lohnen zum Nach-Denken: „Der irdische Tod wird für den, der in der Liebe Gottes lebt, nicht aufgehoben, und was etwa auf den Tod folgt, wird nicht offenbart. Wir haben nichts als die Verheißung, dass die Liebe ewiglich währt. (…) Wir habe einen Schlüssel empfangen. (…) Wir existieren nur in der Hoffnung, dass der Tod nicht in das Nichts hineinführt, sondern dass er gerade die Pforte ist, durch die wir in Gottes Herrlichkeit eingehen.“ Wie prägt unsere Hoffnung im Glauben die Kultur unserer Abschiede?
Gott sei mit uns, am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Gesegnet sei dieser neue Tag.


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