
Was macht Jesus im Eiswürfel?
Erste Krefelder Konfilympics am 12. September in Bruckhausen
Auf dem Thingplatz in Bruckhausen versammeln sich am Samstagmorgen 120 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Krefeld. Die ersten Krefelder Konfilympics starten, ein fröhlicher und friedlicher Spielewettbewerb. Heuballen werden bewegt, Hindernisse überwunden, Enten aus dem Pool geangelt, Weichbodenmatten über den Turnhallenboden geschoben. Elf Teams, erkennbar durch bunte Leibchen, bewältigen ihren Zehnkampf, mal mit-, mal gegeneinander, mal für sich.
Pfarrer Ruben Voß aus Uerdingen hatte die Idee, scharte das Krefelder Pfarrteam und Jugendleiterinnen um sich, gewann die Teamerinnen und Teamer der evangelischen Gemeinden für sich, überzeugte das Kinder- und Jugendheim, dass diese Aktion das Miteinander stärken würde. Und tatsächlich: alle machten mit!
„Wer mit Gott durch das Leben geht, hat immer eine Landkarte zur Orientierung für sein Leben zur Hand“, hat Teamer David den geistlichen Startimpuls gesetzt, und Kerstin hielt eine Taschenlampe in die Höhe. „Gott leuchtet den Weg vor dir aus.“ Wie wichtig es ist, sich durch das Leben navigieren zu können, wurde an diesem Tag spürbar. Auf dem weitläufigen Gelände waren die Stationen verteilt, die Haupt- und Ehrenamtlichen hatten aber eine gute Orientierung: Alle wussten immer, wo sie als nächstes hinmüssen und was jetzt als Aufgabe zu bewältigen ist.
Bei einer Station mussten Eiswürfel so schnell wie möglich geschmolzen werden. „Was macht Jesus im Eiswürfel?“, diese Frage stand im Raum. „Frieren!“, die logische Antwort, „wir müssen ihm helfen, ihn rausholen, damit er mitten unter uns sein kann.“ Es ging schlagfertig und gewitzt zu, an diesem Tag, an dem nicht nur die Sonne strahlte. Beim Mittagessen staunten alle, dass Kartoffeln wirklich so groß wie Pflastersteine werden, Coleslaw, Kräuterbutter, Quark: alle wurden mehr als satt, am Ende werden sich die Hülser noch wochenlang neue Kartofflrezepte ausdenken, denn der Tisch war reich gedeckt.
An diesem Tag sind alle zusammen gewachsen – die Konfis der einzelnen Gemeinden, das „evangelisch in Krefeld“, das als Logo sichtbar war, Ehren- und Hauptamtliche, das Pfarrteam. Sichtlich berührt und bewegt sagt Ruben Voß am Ende zu Superintendentin Schwahn freudestrahlend und völlig fertig: „Welch ein Segen, welch eine Gemeinschaft!“
Am Ende wurden dann die Teams geehrt. Ein Rettungsreifen für die einen, damit sie nächstes Mal mehr Auftrieb bekommen, und, weil sie den Vogel abgeschossen hatten, den stolzen Pfau für die anderen. Und einen Sonderpreis für die Bruckis, die mittendrin waren und uns auf ihr Gelände eingeladen haben. Ein Schlussbild als Erinnerung, den Segen auf den Weg. Krefelder Konfilympics, gut orientiert und hell beleuchtet, nicht nur am Samstag. Nächstes Jahr wieder, alle zusammen.
Citypfarrer Falk Schöller






