
Reformationstag 31. Oktober 2025
„Dem Volk aufs Maul schauen“, das hat Martin Luther gemacht.
Seine Sprache wurde so lebendig, zupackend, lebensnah.
Und das Evangelium verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch das Land:
Gott schenkt euch Glauben. Gott stärkt euch in Jesus Christus. Gott lässt sich in der Bibel finden.
Ganz einfach.
„Es weiß, gottlob, ein Kind von sieben Jahren, was die Kirche sei.“
Das galt zu Luthers Zeiten noch.
Heute sind Glaube, Kirche, Religion nicht mehr selbstverständlich.
Deswegen müssen wir neu von Gott reden, einfach in doppelter Hinsicht.
Vor 80 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet.
Er hat uns die „nicht-religiöse Interpretation biblischer Begriffe“ aufgegeben, hat selber intensiv darum gerungen,
Gott neu zur Sprache und einfach ins Tun zu bringen. In düsterer Zeit, unter Einsatz seines Lebens.
Wir wollen dieses Jahr am Reformationstag uns der Aufgabe stellen, einfach von Gott zu reden.
Im Gottesdienst wird Bonhoeffers Glaubensbekenntnis zur Sprache kommen, und Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Der Evangelische Gemeindeverband zeichnet Menschen aus, die unter uns einfach von Gott reden und sich für Gottes liebste Sache, den Mitmenschen, einsetzen.
Prof. Dr. Ralf Wüstenberg wird uns einen Impuls geben – Dietrich Bonhoeffers Ansätze auf unsere heutigen Herausforderungen beziehen.
Ralf K. Wüstenberg wurde 1965 geboren und ist Professor für Evangelische Theologie mit den Schwerpunkten systematische und historische Theologie an der Universität Flensburg. Er lehrte er an den Universitäten Kapstadt, New York City und Cambridge. Von 2003 bis 2005 war er Domprediger am Berliner Dom und ist dort seit 2018 ständiger Gastprediger.
Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr in der Friedenskirche und wird von Citykirchenpfarrer Falk Schöller, Pfarrerin Dr. Ines Siebenkotten und der Krefelder Citykantorei unter Leitung von Christiane Böckeler gestaltet.
Um 19 Uhr gibt es Ehrung, Impuls und Empfang im Kulturpunkt.