Morgenimpuls 02.12.2020

„Wer jemand ist und als wer er sich erlebt, wird maßgeblich bestimmt durch das komplexe Gewebe von bedeutungsvollen, sinnstiftenden Aktivitäten, das wir Kultur nennen.“ (P. Bieri).

Was verlieren wir wirklich in diesen Adventstagen und am Weihnachtsfest, worin genau schränken wir uns ein, werden beschränkt? Heute könnte ich einmal darüber ins Gespräch kommen. Ich frage, ob das, was mir Advent und Weihnachten bedeutet, nicht anders, neu, besser zur Geltung kommen kann.

Mir fehlt die Aussicht auf eine Lichtdusche, auf Bergen Sonne und weißen Schnee zu sehen – es ist für mich ein Antidepressivum, die körperliche Seite meines Glaubens. Für mich gehört diese Aussicht dazu, sie ist mir genommen. Vielleicht. Denn wodurch kann ich diese Sehnsucht nach Licht ersetzen?

Ich zünde die Kerze auf meinem Adventskranz an und suche nach meiner Antwort. Vielleicht macht sich jemand heute mit auf die Suche. Was fehlt meiner Kultur, was gibt es jetzt, hier und heute.

„Man singt, ein Sohn ist uns gegeben,

Sohn Gottes, der das Zepter hält,

der gute Hirt, das Licht der Welt,

der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (EG 20,5)

Gesegnet dieser adventliche Tag.


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